Missglückter Diebstahl von Araber-Pferden

Einen riesigen Schock erlebte ein Halter von Araber-Pferden in Holtensen. Als er seine Pferde auf der Weide besuchen wollte, stellte er mit erschrecken fest, dass sich die Pferde nicht mehr im umzäunten Gebiet befanden. Als er die Pferde schließlich wiederfand, folgte der nächste Schock: Ein Pferd war schwer verletzt und hatte Wunden am ganzen Körper.

Der Halter alarmierte die Polizei, welche sofort mit den Ermittlungen begonnen. Ein erster Verdacht, dass es sich um Tierquälerei handelte, wurde schnell verworfen. Die vorgefundenen Wunden waren oberflächliche Schürfwunden. Verletzungen mit einem Messer oder einem anderen Gegenstand würden ein anderes Wundbild ergeben. Ein Verkehrsunfall wurde ebenfalls ausgeschlossen. Eine Kollision zwischen einem Araber-Hengst und einem Auto hätte zu starken Schäden hervorgerufen und wäre infolgedessen unter den Anwohnern aufgefallen. Die Polizei hatte schnell eine andere Theorie: Jemand hatte versucht, die Tiere zu stehlen.

Für die Theorie der Polizei sprechen unter anderem die Tatsachen, dass der Elektrozaun der Weide durchtrennt worden war und dass ein Weidetor offen stand. Der Theorie der Polizei zufolge, versuchte der Dieb oder die Diebe, die Pferde in ein Fahrzeug zu verladen. Der Hengst dürfte sich dabei aber wohl stark gewehrt haben, wodurch es zu den entstandenen Verletzungen kam.

Bis jetzt gibt es noch keine konkreten Verdächtigen in der Sache. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen und ist auf der Suche nach Zeugen, die in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai in der Region um Holtensen etwas Verdächtiges bemerkt haben. Insbesonders sollen sich die Personen melden, welche in der genannten Nacht ein größeres Transportfahrzeug in der Region gesehen haben.

Für den verletzten Araber-Hengst hatte die Episode ein trauriges Ende. Er wurde zwar vor Ort schnellstmöglich von einem Tierarzt versorgt und in der Folge an die Tierärztliche Hochschule in Hannover gebracht. Dort musste das Tier, welches außerdem an einer Kolik erkrankt war aber schlussendlich eingeschläfert werden.

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