Es ist natürlich Voraussetzung, dass man seinem Pferd zunächst die Gangart “Schritt” beigebracht hat, bevor man das “Traben” und den “Galopp” erlernen kann. Das Pferd und der Trainer müssen nämlich eine Grundlage haben, auf der sie das Training weiterer Schritte aufbauen können. Dabei ist es wichtig, dass diese Grundlagen auf jeden Fall fest verankert sind und dass dem Pferd der Schritt sehr leicht fällt.

Wenn man also nun zum “Traben” übergehen möchte, dann muss man erst einmal sicherstellen, dass man weiß, was sich hinter diesem Begriff verbirgt und wie man diese Gangart dem Pferd überhaupt beibringt.

Man kann sich das „Traben“ als Zweitaktgangart vorstellen. Das bedeutet, dass das Pferd jeweils die diagonalen Beine gemeinsam nach vorne schwingt, um sich fortzubewegen. Wenn man das mit dem Menschen vergleichen müsste, dann kann man sich das “Traben” quasi wie das Joggen beim Menschen vorstellen, also eine schneller Laufbewegung, bei der man sich etwas beansprucht.

Am besten kann man seinem Pferd diese Gangart beibringen, indem man nicht darauf reitet, sondern nebenhergeht und es an der Hand führt. Dann kann man am besten selbst joggen und dem Pferd mit schnalzen vermitteln, dass es sich bewegen soll und notfalls mit der Gerte etwas nachhelfen. Das Tier sollte nach einiger Zeit des Lernens von alleine auf den Gedanken kommt, dass durch das Schnalzen und das Kommando “Traben” vermittelt will, dass es eben genau das tun soll.

Auf das “Traben” kann das Erlernen des “Galopps” folgen. Diesen kann man seinem Pferd auf ähnlich Weise beibringen wie der „Trab“. Allerdings kann man natürlich nicht neben seinem Tier herlaufen, wenn man ihm das “Galoppieren” beibringen möchte, sondern man muss mit Kommandos und eventuell der Gerte etwas nachhelfen oder auch mit dem leichten Stoßen der Schuhe an das Pferd beim Reiten.

Diese drei Gangarten sind die Hauptarten, beziehungsweise die Grundlagen, die man seinem Pferd definitiv beibringen sollte, wenn man ein angenehmes und abwechslungsreiches Reiterlebnis haben möchte.