Neben den drei Standard Gangarten bei Pferden, welche der “Schritt”, das “Traben” und der “Galopp” sind, gibt es natürlich auch noch weitere spezielle, die man seinem Pferd beibringen kann.

Wichtig zu wissen ist, dass man für diese Arten die grundlegenden Gänge erst einmal beherrschen muss und das Tier gut ausgebildet sein sollte. Für die besonderen Gangarten wird viel Zeit benötigt und man muss sich viel damit beschäftigen und sich sehr intensiv mit dem Pferd befassen, um ihm diese komplexen Schritte beizubringen.

Allerdings kann auch nicht jede Rasse diese Gangarten erlernen. Sie ist nämlich auch genetisch veranlagt und einige Pferde tun sich viel leichter damit, diese Besonderheiten zu erlernen, als andere. Ein Pferd kann insgesamt maximal bis zu fünf Gangarten erlernen.

Eine dieser Gangarten ist das sogenannte “Slow Gait”, den man mit dem standardmäßigen “Schritt” vergleichen kann. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass das Pferd nicht einfach nur geht, sondern nach jedem Schritt kurz seine Bewegung unterbricht und nach dem Anheben eines Fußes kurz stehen bleibt. Diese Variation benutzt man nicht beim normalen Ausritt, sondern vor allem bei Shows und Dressurturnieren.

Außerdem gibt es die sehr komplexe und schwierig zu erlernende “Tölt”. Diese Gangart ist vererbbar und sehr angenehm für den Reiter, denn dieser sitzt fast ohne Erschütterung auf dem Pferd. Von der Schnelligkeit des Pferdes kann man diese zwischen dem “Traben” und dem “Galoppieren” einordnen.

Man muss sich diese Gangart so vorstellen, dass das Pferd beim Fortbewegen die Beine jeweils einzeln nach innen einknickt und so quasi schwerelos über den Boden gleitet, sodass es eine für den Reiter sehr angenehme und kaum erschütternde Bewegung ist. Hierbei sind immer zwei Hufe am Boden.

Eine dem “Tölt” sehr ähnliche Art ist der “Walk”. Dabei bleiben allerdings immer drei Hufe auf dem Boden. Dadurch hat das Pferd eine viel höhere Gangsicherheit und kann sich angenehmer fortbewegen.